Kunstmuseum Singen

Marianne Hopf (*1959 in Freiburg i.Br.) Reflexion, 2017
Holzetui, Reisealtar, Porträtfotografien, © Marianne Hopf, VG Bild-Kunst, Bonn 2019 


Spiegeln und Fotos werden meist Objektivität und somit Wahrheitsgehalt zugesprochen. Im Mittelalter war das mobile Triptychon eine Metapher für Körper und Ort. So diente das Öffnen des Altars der Kontemplation der Innenwelt des Betrachters. Die Außenseiten des Spiegels zeigen die menschlichen Seiten, während Innen die Sphären der Göttlichkeit liegen. Auf dem Grund des mittleren Spiegels sind Spuren vom Antlitz Mariens und des Jesuskindes.Ihre Augen treffen sich mit denen des Betrachters. Sinneswahrnehmung, Glauben und Wissen werden hier miteinander verwoben. Stimmt das, was wir sehen mit dem inneren Bild überein oder ist es von Brüchen durchzeichnet?
Text: Jessica Koppa, © Jessica Koppa

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