Kunstmuseum Singen

Chris Popovic (*1949 in Henningsdorf), Der Leichnam Christiim Grabe (H. Holbein #3), 2017
Öl auf Leinwand, © Chris Popovic


„Beim Anblick dieses Bildes kann ja mancher Mensch seinen Glauben verlieren!“ schreib Dostojewski in seinem Roman `Der Idiot` und bezog sich den 1521 von Hans Holbein gemalten `Leichnam Christi im Grabe`. Fast 500 Jahre später eignet sich Chris Popovic das Konzept dieses Gemäldes an, lässt aber die Leiche Christi aus dem Grabmal verschwinden. Anstelle von Körper und Tod lässt sie aus der Farbfülle eine dunkle Fläche entstehen, die sich über einem gefalteten Tuch ausbreitet. Der tote Christus bleibt trotz seiner Abwesenheit Protagonist des Werkes, womit Popovic den christlichen Glauben und seine Ursprünge hinterfragt.
Text: Libia Caballero, © Libia Caballero

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