Kunstmuseum Singen

AUSSTELLUNGEN AKTUELL

14.7. bis 15.9.2019
Exil am Bodensee. Die Künstler der Höri.

HAUPTWERKE AUS DER SAMMLUNG DES KUNSTMUSEUMS


Während der Sommermonate bietet das Kunstmuseum Singen jedes Jahr stets wechselnde, neue Einblicke in den wertvollen Teil der Sammlung, den die Gemälde, Graphiken und Plastiken der so genannten Höri-Künstler bilden.


DIE GRÖSSTE GESCHLOSSENE SAMMLUNG DER HÖRI-KÜNSTLER IM KUNSTMUSEUM SINGEN

Die städtische Kollektion im Kunstmuseum Singen ist heute die umfangreichste, geschlossene Sammlung dieser Künstler, die ab 1933 auf der Bodenseehalbinsel Höri lebten und arbeiteten und bildet mit Werken von Otto Dix, Max Ackermann, Erich Heckel, Curth Georg Becker, Helmuth Macke, Jean Paul Schmitz, Walter Herzger, Gertraud Herzger - von Harlessem, Hans Kindermann, Ferdinand Macketanz u.v.a. den kunsthistorischen Schwerpunkt des Museums.
 

HÖRI-KÜNSTLER: EMIGRANTEN IM EIGENEN LAND

Als Emigranten im eigenen Land fanden sie ab 1933 auf der Bodenseehalbinsel Höri Zuflucht: Die Verfemung als politisch "unzuverlässig" (ab 1933), die Diffamierung der modernen, insbesondere der expressionistischen und abstrakten Kunst im Verlauf der nationalsozialistischen Kulturpolitik (ab 1937), später dann die Not in den vom Bombenkrieg bedrohten Städten (ab 1939) und die bessere Versorgungslage auf dem Land veranlasste sie, sich in die ländliche Region zurück zu ziehen. Die seinerzeit entlegene Höri wurde, auch der Nähe zur Schweiz wegen, ein bevorzugtes Refugium "wie es kaum ein zweites in Deutschland" gab.
Nicht wenige von ihnen blieben nach dem 2. Weltkrieg auf der Höri bzw. der Region verbunden und bauten nach 1945, zusammen mit weiteren Exilanten am See wie Julius Bissier, William Straube oder Berthold Müller-Oerlinghausen, ein neues, blühendes Kunstleben auf.
 

DIE SINGENER KUNSTAUSSTELLUNGEN

Teil dessen waren die legendären Singener Kunstausstellungen, die ab 1947 zu den zentralen Ausstellungen der Nachkriegszeit am Bodensee zählten. Die Reihe, die jährlich während der Sommermonate gezeigt wurde, versammelte vor allem Maler, deren Kunst von der französischen Moderne inspiriert und vom deutschen Spätexpressionismus geprägt war. Schnell weitete sich die Ausstellungsreihe auf assoziierte Künstler und Künstlergruppen aus. Dafür stehen nicht zuletzt Walter Becker, Kurt Lehmann, Rolf Müller-Landau und Karl Oßwald.
 

DIE AKTUELLE SCHAU

Die aktuelle Schau präsentiert sowohl bekannte, als auch wenig bekannte Arbeiten der Höri-Künstler, die neu über Schenkungen oder Leihgaben bzw. frisch nach Abschluss von Restaurierungen gezeigt werden können. Rund 80 Kunstwerke – Gemälde, Graphiken und Plastiken - von Max Ackermann, Curth Georg Becker, Walter Becker, Otto Dix, Erich Heckel, Walter Herzger, Hans Kindermann, Kurt Lehmann, Ferdinand Macketanz,  Rolf Müller-Landau, Berthold Müller-Oehrlinghausen, Karl Oßwald, Jean Paul Schmitz, Rose Marie Schnorrenberg, William Straube und Rudolf Stuckert sind in einer repräsentativen Übersicht vereint und geben einen Überblick über die klassische Moderne am Bodensee.

Parallel zur Ausstellung im Kunstmuseum ist an den Sommerwochenenden das einzig erhaltene Wandbild "Krieg und Frieden" von Otto Dix, gemalt 1960, im Singener Ratssaal zugänglich.

 

 

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