Kunstmuseum Singen

Ausstellungen Vorschau

22.03.2020 bis 07.06.2020

30 Jahre Kunstmuseum Singen

JUBILÄUMSAUSSTELLUNG MIT HAUPTWERKEN AUS DER SAMMLUNG DES KUNSTMUSEUMS

Das Kunstmuseum Singen feiert Geburtstag!
Am 18. Mai 1990 - vor 30 Jahren - offiziell eröffnet, hat sich das Kunstmuseum Singen inzwischen mit der Vermittlung moderner und zeitgenössischer Kunst aus dem deutschen Südwesten und der Euregio Bodensee ein klares Profil erarbeitet und zu einem führenden Kunstmuseum im westlichen Bodenseeraum wie bedeutenden Ort für die moderne und zeitgenössische Kunst in der Vierländerregion Bodensee entwickelt und etabliert. Seit der Eröffnung zeigte das Haus 210 Sammlungs- und Sonderausstellungen, wurden die Ausstellungen des Hauses 200.000 Mal besucht, war das Museum Initiator oder Partner unzähliger Veranstaltungen und Projekte sowie „Basisstation“ für Kunstprojekte im öffentlichen Raum.

Anlässlich des Jubiläums zum 30jährigen Bestehen gibt das Kunstmuseum Singen zum Auftakt des Ausstellungsjahres 2020 die mit dem Jubiläum verbundene Ausstellung „30 Jahre Kunstmuseum Singen“ zu sehen. Die Jubiläumsschau vereint auf beiden Etagen des Museums Hauptwerke aus der städtischen Kunstsammlung und Neuzugänge der letzten Jahre und vermittelt das mit großem Engagement Erreichte in den Bereichen Sammlungserweiterung, Sammlungsaufbau und Ausstellungswesen.

 Eröffnung der Ausstellung: Sonntag, 22. März 2020, 11 Uhr


 

Sonntag, 22.03.2020

Daniel Hausig.

TUBES AND STRIPES.

Parallel zur Jubiläumsausstellung, die der Sammlung des Kunstmuseums vorbehalten ist, bringt die Sonderpräsentation »Daniel Hausig. tubes and stripes« aktuelle Lichtkunst ins Kunstmseum. Der 1959 in Kreuzlingen geborene Künstler, der eine Professur für Licht und Intermedia an der Hochschule der Bildenden Künste Saar in Saarbrücken innehat, gehört zu den wichtigsten und innovativsten Vertretern der aktuellen Lichtkunst.

Seit nunmehr 30 Jahren von Licht als künstlerischem Ausdrucksmittel fasziniert und bereits seit seiner Studienzeit mit Licht als (Mal-)Werkstoff befasst, kreiert Hausig, bei dem die Farbe weniger aus der Tube als vielmehr aus der Steckdose kommt, minimalistische Farblichtobjekte, für die er progressive Technologien nutzt. Ob mit selbst hergestellten Elektrolumineszenz-Siebdrucken oder digitalen LEDs und ihren zeitbasierten Lichtsteuerungen, stets vermag Hausigs Lichtkunst den Ausstellungsraum in einen dynamischen und atmosphärisch eindrücklichen Farbklangraum zu verwandeln.

Über das Kunstmuseum Singen hinaus widmet aktuell das Museum Ritter Hausig eine Soloschau, die unter dem Titel »Daniel Hausig. Dynamic Light« bis zum 19. April 2020 zu sehen ist.

Eröffnung der Ausstellung: Sonntag, 22. März 2020, 11 Uhr

 

21.06.2020 bis 13.09.2020

Schaut her! Toni Schneiders.

EINE AUSSTELLUNG DER STIFTUNG F. C. GUNDLACH HAMBURG

Toni Schneiders, geboren am 13. Mai 1920 in Urbar bei Koblenz, war einer der letzten großen Vertreter der >subjektiven fotografie< in Deutschland. Nicht nur mit seinen frei entstandenen Struktur-Aufnahmen, die er als Mitglied der legendären Gruppe >fotoform< gestaltete, auch als anerkannter Reisefotograf, mit seinen humanistischen Aufnahmen von Menschen, als Illustrator vieler Kunstbücher sowie mit seinen zahllosen Reise- und Bodensee-Bildbänden, die er auf der Grundlage seines umfangreichen Fotoarchivs ausstattete, hatte er maßgeblichen Anteil an der Erneuerung der Fotografie in Deutschland nach 1945. Er zählt zu jenen Lichtbildnern, die eine neue, durch die Persönlichkeit des Fotografen geprägte Haltung in der Nachkriegsfotografie etablierten und den Boden bereitet haben für die künstlerische wie kulturelle Anerkennung der Fotografie.

Zu seinem 100. Geburtstag widmet die Stiftung F.C. Gundlach Hamburg dem bedeutenden Fotografen eine Gesamtschau, die ihn als Porträtist, als Reise-, Industrie- und Landschaftsfotograf neu entdeckt. Das Kunstmuseum Singen, das bereits 2006 in Kooperation mit dem Landesmuseum Koblenz sowie in enger Zusammenarbeit mit Toni Schneiders selbst in der Ausstellung „Toni Schneiders – Fotografie“ den „subjektiven“ und Reisefotografen zeigte, greift die von Sebastian Lux und Franziska Mecklenburg kuratierte Jubiläumsschau auf und rückt nun auch für das Publikum in der Vierländerregion Bodensee den „ganzen“ Toni Schneiders in den Fokus.

Eröffnung der Ausstellung: 21. Juni 2020, 11 Uhr.

 

21.06.2020 bis 13.09.2020

Exil am Bodensee. Die Künstler der Höri.

DIX, HECKEL, ACKERMANN ...

Den kunsthistorisch wertvollen Kern der Sammlung bilden die Werke der „Höri-Maler“, die in der Zeit von 1933 bis in die Nachkriegszeit auf der Bodenseehalbinsel Höri Zuflucht vor der nationalsozialistischen Kulturpolitik und vor den Auswirkungen des Krieges fanden. Das Kunstmuseum Singen besitzt den größten geschlossenen Bestand dieser und weiterer Maler, Graphiker, Bildhauer und Photographen der Moderne, die sich an den Bodensee in die „innere Emigration“ zurückzogen. Rund 80 Arbeiten, von Max Ackermann, Otto Dix, Erich Heckel, Curth Georg Becker, Walter Herzger, Jean Paul Schmitz, Helmuth Macke, Hans Kindermann, Hugo Erfurth, Gertraud Herzger-von Harlessem, Ferdinand Macketanz u.a. sind in der Ausstellung vereint. Unweit des Museums kann das einzig erhaltene Wandbild >Krieg und Frieden< (1960) von Otto Dix im Rathaus Singen besucht werden.

Eröffnung der Ausstellung: Sonntag, 21. Juni 2020, 11 Uhr

 

03.10.2020 bis 10.01.2021

Thomas Kitzinger.

SERIE 24.10.1955 (2008-2020)

Die Einzelausstellung, die das Kunstmuseum Singen dem Freiburger Maler und Reinhold-Schneider-Kulturpreisträger Thomas Kitzinger (*1955) widmet, der nicht zuletzt mit Werken in der städtischen Kunstsammlung vertreten ist, rückt die seit 2008 entstandene Werkserie "24.10.1955" des Künstlers in den Fokus. Die Portraitserie, die sowohl enge Freunde und Künstlerkollegen oder persönliche Bekannte Thomas Kitzingers vermeintlich realistisch und von der Funktion der klassischen Portraitmalerei befreit ins Werk setzt, offenbart den Widerspruch, der seiner malerischen Haltung eigen ist: nämlich die Austreibung des Realismus mit realistischen Mitteln.

Seine Portraits vermitteln nicht zuletzt durch ihre akribische Malweise, eine Atmosphäre von Kühle und Distanz, die sie eigentümlich fremd bis surreal erscheinen lässt. Herausgelöst aus den üblichen Zusammenhängen – so geben sie die „Portraitierten“ stets isoliert, aus einem wie auch immer gearteten Umgebungsraum herausgelöst und vor dem immer gleichen Bildhintergrund platziert, stets frontal und regungslos zu sehen - entwickeln sie ein autonomes Eigenleben und kippen in eine reine Malerei, die ihre mimetische Beziehung zur äußeren Wirklichkeit mehr und mehr verliert.

Eröffnung der Ausstellung: Freitag, 02. Oktober 2020, 19.30 Uhr

 

03.10.2020 bis 10.01.2021

Meinrad Schade.

KRIEG OHNE KRIEG.

Der 1968 in Kreuzlingen geborene und mehrfach ausgezeichnete Fotograf Meinrad Schade gehört zu den aktuell interessantesten Dokumentarfotografen der Schweiz. Schade verfolgt bereits seit fünfzehn Jahren sein fotografisches Langzeitprojekt „Krieg ohne Krieg“. Hierfür bereiste er mit seiner Kamera Regionen im heutigen Russland, Staaten der ehemaligen Sowjetunion sowie seit 2013 Israel und das Westjordanland.  Seinem Arbeitstitel „Vor, neben und nach dem Krieg – Spurensuche an den Rändern der Konflikte“ entsprechend, fokussiert Schade in ausführlichen Reportagen und engagierten Essays auf die Nebenschauplätze vergangener und noch schwelender Konflikte und auf Orte, die nicht mehr im Zentrum des medialen Interesses stehen. Geleitet von der Frage „Wann beginnt ein Krieg, wann hört er wirklich auf?“ dokumentiert Schade das fragil zwischen Krieg und Frieden, Katastrophe und Normalität schwebende Leben an diesen Orten.

Die Ausstellung im Kunstmuseum, die dem Langzeitprojekt Schades gewidmet ist, führt uns in Porträts, Stillleben, Interieurs, Straßen- und Landschaftsaufnahmen zu den Vorgeschichten von Konflikten oder macht die Langzeitfolgen von Konflikten sichtbar, deren Anfänge Jahre zurückliegen.  

Eröffnung der Ausstellung: Freitag, 02. Oktober 2020, 19.30 Uhr.

 

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