Kunstmuseum Singen

Aktuelle Ausstellungen

16.07.2017 bis 24.09.2017

Die Höri am Bodensee - ein Ort der Künstler.

Sommerausstellung 2017 mit Werken aus der Sammlung des Kunstmuseums Singen.

Den kunsthistorisch wertvollen Kern der Sammlung bilden die Werke der „Höri-Maler“, die in der Zeit von 1933 bis in die Nachkriegszeit auf der Bodenseehalbinsel Höri Zuflucht vor der nationalsozialistischen Kulturpolitik und vor den Auswirkungen des Krieges fanden. Das Kunstmuseum Singen besitzt den größten geschlossenen Bestand dieser und weiterer Maler, Graphiker, Bildhauer und Photographen der Moderne, die sich an den Bodensee in die „innere Emigration“ zurückzogen. Rund 80 Arbeiten von Max Ackermann, Otto Dix, Erich Heckel, Curth Georg Becker, Walter Herzger, Jean Paul Schmitz, Helmuth Macke, Ferdinand Macketanz, Hans Kindermann, Rudolf Stuckert, Rose Marie Schnorrenberg u.a. sind in der Ausstellung vereint. Unweit des Museums kann das einzig erhaltene Wandbild >Krieg und Frieden< (1960) von Otto Dix im Rathaus Singen besucht werden.

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16.07.2017 bis 24.09.2017

Jean Paul Schmitz (1899–1970). Ein rheinischer Expressionist am Bodensee.

Gemälde, Aquarelle, Zeichnungen, Lithographien

Mit der Ausstellung über den Maler und Zeichner Jean Paul Schmitz setzt das Kunstmuseum Singen die Reihe seiner Erkundungen über die „Künstler auf der Höri“ fort. Mit seinen ab 1949 in Wangen entstandenen Landschaften – bevorzugt Ausblicke auf die Wangener Bucht und das gegenüberliegende Schweizer Ufer – hat der Künstler unsere kollektive Vorstellung von der Bodenseehalbinsel stark geprägt. Die retrospektiv angelegte Ausstellung mit über 80 Arbeiten, meist aus dem Nachlass, zeigt Werke aus der Höri-Zeit, doch möchte sie den Blick auf den „ganzen Schmitz“ frei geben. Werke aus den Studienjahren an der Düsseldorfer Kunstakademie und aus der Zeit im Künstlerkreis von Johanna „Mutter“ Ey, die Reisebilder aus Rom, Olevano, Griechenland und aus dem Rheinland werden ebenso vorgestellt wie eine Auswahl später Lithographioen, deren Motive früheren Schaffensjahren entstammen.
Die Ausstellung ist in Kooperation mit dem Nachlass Jean Paul und Ilse Schmitz entstanden.

Eröffnung der Ausstellung: Sonntag, 16. Juli 2017, 11 Uhr.

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16.07.2017 bis 24.09.2017

Ilse Schmitz (1904-1979). Wiederentdeckt.

Präsentation im Rahmen der Ausstellung

Das malerische und zeichnerische Werk von Ilse Schmitz (1904-1979), geborene Pieper, ist schmal. Aus diesem Grund zählt Ilse Schmitz zu den wenig bekannten Künstlerinnen, die während und nach dem 2. Weltkrieg auf der Bodenseehalbinsel Höri lebten und arbeiteten. Mit der Vorstellung dieses Werks, separat präsentiert im Rahmen der Ausstellung „Jean Paul Schmitz (1899-1970). Ein rheinischer Expressionist am Bodensee.“, möchte das Kunstmuseum Singen einen Beitrag zu dessen Wiederentdeckung leisten.

Ilse Pieper studierte von 1921 bis 1927 an den Kunstakademien Karlsruhe und Düsseldorf Malerei und Zeichenkunst, um – so die Bedingung der Eltern – Zeichen- und Sportlehrerin zu werden. Im Umfeld der Heinrich Nauen-Klasse lernte sie Mitte der 1920er Jahre ihren späteren Mann Jean Paul Schmitz kennen, mit dem sie 1934 zu einer sechsmonatigen Studienreise nach Ischia aufbricht und von 1936 bis 1940 in Italien und Griechenland lebt und arbeitet. Die schwungvollen Aquarelle und Tuschen aus dieser produktiven Zeit, ergänzt um wenige Ölbilder, stehen im Zentrum der Ausstellung. Mit der Rückkehr nach Berlin, den schweren Jahren im Hotzenwald (1940-1949) und dem Umzug auf die Höri 1949 findet Ilse Schmitz, die ihrem Mann die ungestörte Entfaltung seines Werkes ermöglicht, kaum noch Muße, zu zeichnen und zu malen. Erst nach Jean Paul Schmitz´ Tod 1970 entstehen gelegentlich neue Gemälde, zumeist Blumenstillleben.
Kooperation mit dem Nachlass Jean Paul und Ilse Schmitz.

Eröffnung der Ausstellung: Sonntag, 16. Juli 2017, 11 Uhr

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