Kosten: 6 € · 4 € ermäßigt · inkl. Museumseintritt
Tickets: Buchung empfohlen* · Abendkasse
*Die Online-Buchung steht ab Donnerstag, dem 30. Juli 2026, zur Verfügung. Den Buchungslink finden Sie anschließend an dieser Stelle.
Wie prägte Stadtbaumeister Hannes Ott das moderne Singen – und wie ist sein städtebauliches Erbe heute zu bewerten?
Die Veranstaltung beginnt mit der gemeinsamen Vorführung des 25-minütigen Dokumentarfilms »Singen und die Visionen des Hannes Ott«. Im anschließenden Gespräch geben Stadtarchivarin Britta Panzer und der Dokumentarfilmer Günter Vlieckx Einblicke in die Entstehung des Films. Weitere Gäste erweitern den Blick auf das Thema und beleuchten Hannes Otts Wirken aus heutiger Perspektive.
Der Film ist Teil der Ausstellung »Zusammenspiel. Die Höri-Künstler.«, die den Gedanken des gemeinsamen Wirkens über die Künstlerinnen und Künstler der Höri hinausführt. Auch der Singener Stadtbaumeister Hannes Ott, von 1953 bis 1981 Leiter des Stadtbauamts, und der damalige Oberbürgermeister Theopont Dietz prägten im Zusammenspiel die Entwicklung Singens. Gemeinsam trieben sie den städtebaulichen Umbau voran, verliehen der Stadt in den Nachkriegsjahrzehnten ein neues, modernes Gesicht und engagierten sich zugleich in besonderer Weise für die Kunst.
Der in seiner Umsetzung maßgeblich von Dr. Hermann-Josef Krug unterstützte Dokumentarfilm verbindet Zeitzeugeninterviews mit historischem Material, das in Zusammenarbeit mit dem Stadtarchiv Singen recherchiert wurde. Besonders eindrucksvoll sind die originalen Super-8-Aufnahmen von Emil Sräga, die Günter Vlieckx wirkungsvoll in den Film integriert hat. Zugleich schlägt der Film die Brücke zu Otto Dix’ einzig erhaltenem Wandbild »Krieg und Frieden« von 1960 im Singener Rathaus.
Mit einem besonderen Gespür für Zeitzeugen, Archivmaterial und historische Aufnahmen macht Günter Vlieckx lokale Geschichte anschaulich und lebendig. Zu seinen weiteren Projekten zählen unter anderem »Geschichten aus dem Wurzacher Ried« (1999) und »Zehn hoch minus sechs«.
Günter Vlieckx
»Singen und die Visionen des Hannes Ott«, 2025
Dokumentarfilm, 25 Minuten